Gelähmtsein, Einsamkeit, Traurigkeit und das Vertrauen ins Leben

Beziehungen, Kommunikation, Lebensveränderung, Rund um das Leben, Soziale Medien

Was in den letzten Tagen und Wochen so bei mir los ist, ist nur schwer in Worte zu fassen. Ein immenses Chaos. Tiefe Begegnungen voller Dankbarkeit und gleichzeitig unglaublich viel Stress mit Mitmenschen… Ent-Täuschungen, Traurigkeit, neues Kennenlernen, Kommunikationsklarheit und gleichzeitig eine Kommunikationsdiskrepanz, wie sie zerrender kaum sein könnte.

Warum fällt es manchen Menschen so schwer den Schnabel aufzumachen, wenn Ihnen etwas quersitzt? Haben nur sie ein Problem in sich und ich hole es nur hervor? Haben sie tatsächlich ein echtes Problem mit mir? Habe ich mich wirklich irgendwo falsch verhalten? Oder triggere ich halt etwas, wo die Reflexion noch nicht greift / funktioniert? Ich weiß es nicht.

Schnelle, ehrliche Klärung mit wem auch immer scheint nicht gewollt. Ich höre nur…hintenrum. Von Menschen, die mir wichtig waren… es tut weh. Und gleichzeitig weiß ich, es hat seinen Sinn darüber zu grübeln. Es muss grad so sein… Sonst wäre es ja anders! Irgendwann werde ich schlauer sein. Ob es das Miteinander überlebt, ich weiß es nicht…

Immense Bewegung in alle Richtungen

In diesen Tagen wühlt unglaublich viel. Extrem Positives und extrem Beschissenes. Ich bin gelähmt. Teilweise handlungsunfähig in der Alltagsarbeit. Einige Tage war ich krank und habe flachgelegen… war außer Gefecht gesetzt. Nun bin ich quasi wieder gesund und die nächsten Hämmer prasseln auf mich ein. Wieder außer Gefecht gesetzt…

Ich komme nicht dazu das umzusetzen, was ich umsetzen möchte. Das Nichtstun, die Starre raubt mir Energie ohne Ende. Nicht einmal schreiben klappt gerade so richtig. Zu viele Details. Zu viele Ecken. Zu viele Bedingungen. Zu viele Wenns, Abers und Vielleichts…

Normalerweise würde ich einfach anfangen… irgendwann werde ich schon fertig sein. So wie vor zwei Wochen. Ein absolut genialer 10h-Tag… bääämmm… alles einfach durchgezogen. Es geht doch! Es ging doch… und heute…? 2h Arbeit und tot. Platt. Kein Atmen.

Traurigkeit immer wieder

Seit Wochen habe ich – ganz oft am WE – extrem traurige Momente. Die Sonne strahlt, ich quäle mich raus… alle Welt ist unterwegs. Ich bin alleine. Freunde sind deutschlandweit verteilt, Bekannte gibt’s theoretisch genug und praktisch sind das Momente, wo ich einfach nur eine ganz bestimmte Sorte Mensch um mich haben möchte. Wenn die gerade keine Zeit haben oder einfach nur selbstachtsam sind, bleibt halt nichts anderes. Aushalten… Aushalten… Aushalten… Den Gefühlen Raum geben.

Tiefe, innere Ruhe

Und gleichzeitig spüre ich in mir seit Wochen fast täglich eine unglaublich tiefe, innere Ruhe in mir. Eine Ruhe, wie ich sie zuvor noch nie erlebt habe. Eine Gelassenheit… ein Vertrauen ins Leben, wie ich es nicht kannte. Irgendwas passiert. Tiefe. Stille. Ruhe. Und immer mehr Selbstachtsamkeit.

Ich wachse derzeit beständig, in Ruhe… auf eine Art, die sich mir noch nicht schließt. Irgendwas ist anders… fernab von „Ich beschäftige mich mit Thema x und y und entwickle dadurch meine Persönlichkeit“. Da ist etwas anders… vollkommen anders.

Strahle ich? Werde ich sichtbar(er)?

Vielleicht beginne ich tatsächlich zu strahlen, auszustrahlen… „mächtiger“ zu werden…? (Sorry, mir fällt grad kein sinnigeres Wort ein) Werde ich sichtbarer? Ist es das, was manch andere so sehr triggert? Mein deutlicher Standpunkt… meine Standfestigkeit? Integrität? Kann ich überhaupt so strahlen wie ich es bei anderen wahrnehme? Ich habe so tolle, tief reflektierte Menschen um mich herum, die mir genau das spiegeln… und gleichzeitig kommt es mir so unwirklich vor… Ich?? Ich bin doch nur ich… Und ich empfinde mich echt nicht als etwas Besonderes, auch wenn ich sicherlich auf meine Weise teils deutlich von anderen abweiche.

Innerlich zweifle ich so oft an mir, an meinem Leben, an meiner Daseinsberechtigung. Was habe ich der Welt schon zu geben? Scheinbar viel Dreck. Viel Mist… weil ich mich ja scheiße verhalte… zumindest sagen mir das Menschen (NICHT!). Sie erzählen es hinter meinem Rücken, tauschen sich aus, bestätigen sich gegenseitig. Ich weiß es nicht… ich kann nur ahnen bzw. raushören aus dem, was mich erreicht.

Und wieder Traurigkeit. Warum? Wofür? Es tut weh… aber ich muss das irgendwie aushalten. Durch den Schmerz hindurch… Für irgendwas wird es gut sein. Ich werde sehen, ob die Menschen mich weiter begleiten oder dass jetzt ein Teil des Aussortierungsprozesses sein muss!? Ich wünschte es wäre sanfter… Einfach sagen „Hey, wir passen leider nicht zusammen… lass es dir trotzdem gutgehen…!“ Ohne Ego. Einfach sein… und sein-lassen. Nichts passend machen. Einfach nur annehmen. Du bist wie du bist. Du darfst so sein. Ich darf ich sein und bleiben. Wer weiß…

Selbstreflexion

Bei nahezu jeder einzelnen Handlung frage ich mich aktiv „War das so richtig? Darf ich das so? Muss ich mich zurücknehmen oder muss ich gar so deutlich sein, weil es wichtig ist!?“. Ich bin nicht fehlerfrei… weiß Gott nicht! Aber wenn ich etwas verkehrt mache, was Doofes sage, für andere unreflektiert erscheine, bitte ich eigentlich jeden darum, mir das auch zu sagen. Wenn nichts kommt, gehe ich davon aus, dass alles in Ordnung ist. Gut… und ich freue mich, wenns fair transportiert wird. Mancher liebt es halt auch anderen vor den Koffer zu scheißen – sorry – und sich dann über deutliche Reaktionen zu wundern… Aber das Gegenüber ist ja schuld^^

In mir läuft dazu ein permanentes Selbstgespräch, weil ich mich aktiv entwickeln WILL. Ich erwarte es quasi von mir selbst. Umso mehr trifft es mich, wenn mit Wochen Versatz Dinge hochkochen.

Ich wünsche mir Menschen um mich, die auf sich selbst achten, die klar kommunizieren… vor allem, wenn es enger wird. Damit es gar nicht erst eng wird! Ich wünsche mir echte Ehrlichkeit. Ich wünsche mir, dass jede*r einfach sie*er selbst ist. Und Spiegel, die äußern, ohne zu werten und zu (ver)urteilen. Ist das so schwierig? Darf es nicht auch einfach leicht sein? Es steckt soviel Geschenk darin ehrlich zu sein und Dinge einfach auszusprechen… auch wenn sie im ersten Moment vielleicht wehtun mögen!

Zurück nach vorne

Ich wünsche mir, dass ich zurück zu meiner Energie finde. Himmel, was wünsche ich mir grad die Energie, um all meine Aufgaben und Vorhaben durchzuziehen!! Wie schaffe ich es nur mich von den derzeitigen Energiemagneten so zu lösen, als dass die Ungeklärtheit mich zumindest nicht in meinem aktiven, tagtäglichen Tun beschweren!? …um meine Energie wieder für mich fokussieren zu können!? Diverse Kundenaufgaben, Lederalternatives Modelabel, Recherchen, Telefonate, Dokumentationen, Motorradführerschein, vielleicht auch mal meinen eigenen Webauftritt fertigstellen…!

Ich hoffe, ich finde schnell einen Weg raus aus dem derzeitigen Dilemma, so dass ich wieder aktiv FÜR mein Leben schaffe zu handeln. Ich will Dinge bewegen… positiv. Am liebsten für jede*n, die*der mir begegnet… Aber das bleibt wohl ein Wunschtraum… Leben ist nunmal dual…

Ich darf wieder zurück zum Vertrauen finden… Loslassen… das Vertrauen ins Leben, dass alles richtig ist, wie es ist. Simpel, aber nicht immer einfach… Ich bin gespannt, was passiert!

Was tust du in solchen Momenten?

2 Kommentare

  1. Auf das deine Stärke auch in deinem Blickfeld wahrgenommen wird. Alles Liebe, Luisa.

  2. Avatar
    Hannelore Buck

    04. März 2019 at 21:57

    LASS ES ZU …
    Lass es zu, dass du dich schwach fühlst und beschämend klein.
    Lass es zu, wie eine Schnecke ohne Haus zu sein.
    Lass es zu, dass jeder sieht, du bist kein großer Held und
    lass es zu, dass dir dein kleines Leben doch gefällt.
    Lass es zu, dass du dich schön fühlst wie ein Märchenschloss.
    Lass es zu und ziehe unbesorgt dein großes Los
    Lass es zu, dass jeder sieht, wie dir die Freude steht und
    lass es zu, dass jede gute Zeit vergeht.

    Lass es zu, dass du vor Liebe fast in Stücke brichst.
    Lass es zu, dass du vor Sehnsucht dumme Worte sprichst.
    Lass es zu, dass man dir tief in deine Seele schaut und
    lass es zu, dass sie sich frei zu anderen Menschen traut.
    Lass es zu, wenn man dir weh tut, deinen Stolz verletzt.
    Lass es zu, wenn deine Wut, dein Zorn sich widersetzt.
    Lass es zu, doch nimm die Waffen trotzdem nicht zur Hand.
    Ja, lass es zu, steh mit dem Rücken ruhig zur Wand.

    Lass es zu, dein Weinen, Lachen, deine Fröhlichkeit.
    Lass es zu, dass zwischen Tränen dich die Sonne freut.
    Lass es zu, dass du am Abend sterben willst und
    lass es zu, dass du am nächsten Morgen Kräfte fühlst.
    Lass es zu, dass die Enttäuschung dich nicht mürbe macht.
    Lass es zu, dass deine Skepsis deinen Wunsch bewacht.
    Lass es zu, dass du ein Mensch bist und kein Wundertier.

    LASS ES ZU – DEIN LEBEN – HEUTE – JETZT UND HIER

    ~ Erika Pluhar

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