Mancher scheut sich vor Veränderung und mancher beschäftigt sich quasi jeden Tag mit sich selbst. Egal wie Du es nennst und auf welchem Wege Du Dich veränderst, mit Deiner Veränderung verändert sich eben auch der Umgang mit Deinem Umfeld, da nicht jeder diesen Weg geht oder gar gehen will. Manchmal wird jemand Durch Deine Veränderung bzw. veränderte Kommunikation getriggert und versucht Dich (unbewusst) von Deinem Weg abzuhalten. Manchmal ist es tatsächlich auch nur ein liebgemeinter Ratschlag / Gedankengang. Das darfst Du für Dich liebevoll hinterfragen, bevor Du ggf. tabularasa machst.

Wenn Du Dich veränderst, geschieht es oft schnell, dass Du Dich der ganzen Welt (unaufgefordert) mitteilst. Da kann es passieren, dass Du vor lauter neuen Erkenntnissen zu sehr damit um Dich polterst und Leute unabsichtlich erschlägst. 😀 Das ist ansich nicht weiter schlimm, doch wenn Dir das nicht reflektiert auffällt, kann es sich schnell in Dogmatismus verwandeln, weil Du denkst plötzlich alles verstanden zu haben.^^

Doch das, was Du hoffentlich wirklich mehr verstehst, ist vor allem Dich selbst. Wenn Du das Verhalten anderer dadurch ebenfalls besser verstehen, nach-fühlen, nach-denken kannst, ist das ein toller Nebeneffekt! Vor allem im Bezug auf Dich und in der Erkenntnis, dass die meisten alltäglichen Reaktionen kaum etwas mit Dir zu tun haben, sondern zumeist nur mit der Person selbst.

Persönlichkeitsentwicklung bewusst und reflektiert umsetzen

Gerade in der sogenannten Persönlichkeitsentwicklung schiebt es viele (junge) Menschen manchmal in sehr kurzer Zeit so brachial nach vorn, dass vor lauter Eindrücken und Erkenntnissen vieles untergeht… Zum Beispiel die Reflexion der Dinge, die ein gurufizierter Coach so von sich gibt. Da ist oft eine einzige Frage schon sehr hilfreich: „Ist das wirklich MEINE Wahrheit!?“

Beispiel: Thaddeus Koroma

Ich erinnere mich noch an meinen Probemonat im Januar 2018 bei den LA Startern (Lebensathleten) von Thaddeus Koroma, den ich im Oktober 2017 beim Abschlussevent der Awesome People Conference IV in Berlin persönlich kennenlernen durfte. Wir haben gut eine halbe Stunde miteinander gequatscht und ich hatte nen tollen Eindruck von ihm, so dass ich mich für einen Probemonat in seiner Community angemeldet habe.

Ein toller Typ mit viel Input, die auch mich nach 10 Jahren im Thema echt beeindruckt hat. Doch gleichzeitig war diese Community für mich irgendwann nur noch ein Paket aus (jungen) Leuten, die ihm quasi eigenmeinungslos und geradezu anbetend hinterherliefen. Da schien es keine Kritik zu geben. Und wirklich erwünscht war sie auch nicht (sichtbar anhand der Reaktionen, insbesondere von ihm selbst).

Klar, dass er es genießt und ihm seine Verdienste sozusagen „Recht geben“. Doch wenn sich jemand als Mentor bezeichnet, sollte man von ihm – aus meiner Sicht – nicht nur lernen, sondern sich auch halbwegs auf Augenhöhe begegnen. Gleichzeitig fällt es mir schwer jemandem als Coach oder Mentor zu vertrauen, der Videos online stellt, die Dutzende, brachiale Urheberrechtsverstöße insich tragen, und das – von außen betrachtet – als Risiko in Kauf nimmt. Das kann für mich kein Vorbild in Sachen „einfach machen“ sein! Zumal ich dieses gern ausgesprochene „einfach machen“ im Bezug auf die unterschiedlichen Menschentypen für hinterfragungswürdig halte.

Gurufizierung, Hinterfragen, Reflexion und das eigene Leben

Ich kann jedem Menschen nur raten, wenn er sich verändern möchte und sich mit diesen Themen befasst – ganz gleich an welchem Punkt – hinterfrag Dich jedes Mal, ob es DEINE Wahrheit ist, zu DEINEN Werten passt und ob Du damit integer bleibst, wenn Du etwas teilst oder eine Meinung / aufgenommenes Wissen weiterposaunst!

Natürlich passiert mir das genauso, dass ich mal voll daneben trete! Allerdings hat sich das scheinbar schon deutlich reduziert und zum anderen bin ich von Haus aus ganz gut darin mir Fehler auch einzugestehen. Meistens zumindest.^^

Vorleben, eher den Schnabel halten und nur „beraten“, wenns gefragt ist.

Auch das fällt mir zwar manchmal schwer… insbesondere, wenn jemand mit einem Problem zu mir kommt und gar nicht an ner Lösung interessiert ist.^^ Aber da kennt mich mein Umfeld ja halbwegs und ich versuche dann auch einfach mal ruhig zu bleiben.

Ansonsten ist meine Erfahrung, dass sich unheimlich viel abfärbt, wenn man einfach seine eigene Wahrheit lebt, sie nicht (ständig) infrage stellt, sondern einfach so redet, als wäre es für jeden Normalität. Ich rede viel über Energien, Energieflüsse, über Anziehung, über Polarität, über Spiegel und Trigger… weil es für mich inzwischen völlige Normalität und vor allem Alltag ist. Wenn das jemand anders sieht, darf er oder sie das gerne tun. Aber ich verändere meine Aussagen dadurch nicht.

Manche*r liebt mich genau dafür, andere sind permanent genervt und gehen halt irgendwann. Am Freitag Durfte ich wieder Menschen kennenlernen – wie so oft eher Frauen –, denen es sehr ähnlich geht und die vor allem sehr dankbar dafür waren, sich endlich mal frei unterhalten zu können, ohne den permanenten Widerstand von Kollegen oder Bekannten aushalten zu müssen – oder sich eben auf die Zunge zu beißen. In meinem Umfeld ist das schon ewig nahezu überhaupt kein Thema mehr.

Veränderte Worte und alltäglicher Sprachgebrauch

Wie eben schon einige Worte genannt, die für mich alltäglich geworden sind, habe ich aber auch einige Wortwahlen für mich verändert, weil sie sich einfach nicht mehr richtig für mich anfühlen. „Gute Besserung“ sage ich seit Jahren nicht mehr. Ich wünsche nur noch „Viel Gesundheit“, weil das für mich der positive Kern dessen ist… nicht der Fokus auf dem Schlechtgehen.

Ich „sorge“ mich auch nicht mehr, ob jemand heile ankommt. Davon gehe ich aus. Und sollte das einmal nicht der Fall sein, kann ich mich immer noch sorgen, wobei das für mich widerum in Richtung Mitleid geht. Leiden und (Be)Mitleiden hilft aus meinem Empfinden aber niemandem. Es setzt die Energie nur auf mehr Leid. Stattdessen fühle ich mit. Ich bin mit-fühlend. Ich nehme energetisch dadurch etwas Last von der Person, ohne mich dabei selbst in Leid zu stürzen. Und ich kann mich wunderbar abgrenzen, um mich dabei nicht (aus Versehen) leer zu saugen und achte zudem wunderbar auf mich! Natürlich hat mir das auch schon einiges Unverständnis eingebracht, aber es passt einfach nicht mehr für mich!

Veränderst Du Deine Worte, verändert sich Dein Umfeld

Wenn Du Dich im Kommunizieren und im Vorleben veränderst, wirst Du zwangsläufig irgendwann Menschen begegnen, mit denen Du „auf einer Wellenlänge“ sprichst und lebst. Ist beim Radio ja quasi dasselbe! Eine andere Frequenz hört Dich halt nicht bzw. Du sie nicht (mehr). Wenn Dir noch viele Menschen begegnen, mit denen Du das Gefühl hast nicht frei und offen reden zu können… Deine Worte verbiegen zu müssen, dann stell Dir die Frage, ob Du das weiterhin langfristig so möchtest. Bleib bei Dir, aber behalt Deine Meinung, Deine Worte, Deine neuen Erkenntnisse. Dein Umfeld wird sich definitiv passend verändern!

Steh zu Dir und Deiner Veränderung! Genieß es Dich zu entwickeln, dazuzulernen… und frag Dich einmal, ob Du es jemandem WIRKLICH wünschst, wenn Du das nächste Mal sagst „Bleib so wie Du bist!“ 😉 Natürlich weißt Du, was im Hintergrund gemeint ist, doch Energie folgt der Aufmerksamkeit. Was willst und wünschst Du (Dir und anderen) wirklich!?

Welche Stolpersteine sind Dir insbesondere während großer Entwicklungsschritte passiert? Hast Du das Geschenk oder den Spiegel für Dich gefunden?

Wenn Du aus BS oder Umgebung kommst und bereits eine achtesame Kommunikation LEBST, ist diese facebook-Gruppe vielleicht interessant für Dich.