FreundschaftPlus – Wie etwas Unanständiges zu deinem Seelenheil werden kann

Allgemein, Beziehungen, Rund um das Leben, Wortgebrauch

Nachdem ich letzten Sonntag spontan begonnen habe diesen Artikel zu schreiben, wurde aus der Einleitung ein ganz eigener Artikel: Zulassen – Annehmen – Loslassen Hier ging es darum, wie ich mich von meiner letzten, großen Liebe gelöst habe und wie schwer mir dieser Prozess zu Beginn gefallen ist. Ich habe sie unendlich geliebt, auch wenn unsere Lebenswünsche nun einmal nicht zueinander gepasst haben.

Die große Liebe <3

Nahezu jeder von uns wünscht sich die große Liebe, mit der alles toll und unbeschwert ist… wo es kaum Streit oder Differenzen gibt und die möglichst bis ans Lebensende dauert. So schön dieser Gedanke auch ist, so sehr muss ich mir eingestehen, dass ich gar nicht weiß, ob ich wirklich bereit dafür bin!? Zumindest war ich es vor Kurzem definitiv noch nicht!

Kann ich überhaupt mit dem umgehen, was ich mir wünsche?

Was ich heute definitiv weiß… vor gar nicht allzu langer Zeit hätte ich einer Frau, wie ich sie mir als Partnerin an meiner Seite wünsche, überhaupt nicht auf Augenhöhe begegnen können! Spätestens mit meinem Mimimi rund um meine Faible, hätte ich sie vermutlich binnen kurzer Zeit in die Flucht geschlagen! 😀 Denn welche Frau, die selbstbewusst gern offen und gerade heraus Leder trägt und sich ggf. sogar über ähnliches bei ihrem Partner freut, will denn ewige Zweifel hören, ob der Typ sich so oder so auf die Straße traut!? Selbstbewusst zu sich stehen ist dann doch etwas anderes – gewesen.

Von echten Aufgaben / ernsthaften Problemen einmal vollkommen abgesehen

Ich wäre auch nicht imstande gewesen ihr selbst wirklich den Freiraum zuzugestehen, wie ich ihn mir selbst wünsche. Schon zu einem guten Teil, aber so RICHTIG!? So richtig RICHTIG!? Nein… Versucht ja, aber wirklich hinbekommen… eher unwahrscheinlich!

Und vermutlich wäre ich auch in der Nähe, die ich mir manchmal selbst wünsche, ebenfalls erstickt. So oft, wie ich meine Partnerinnen sehen wollte – am liebsten täglich – so sehr würde ich mich in meinem beruflichen Vorankommen hier und da echt beschneiden. Diesen Wunsch der Situation anzupassen wäre von meiner Seite aus gar kein Thema gewesen… aber sobald die Frau diesen Freiraum für sich braucht, hätte ich vor einer Weile zugegeben echt noch Bauchschmerzen gehabt. Ich hätte viel zu schnell gezweifelt, ob sie mich wirklich noch will oder nur Ausflüchte sucht… ihr anderes wichtiger ist, etc.

FreundschaftPlus – nichts Halbes und nichts Ganzes?

Diesen Gedanken habe ich früher oft selbst gehabt und auch wenn ich es anderen gegönnt habe, habe ich für mich persönlich darin keinen echten Sinn gesehen. Das, worin ich tatsächlich keinen Sinn gesehen habe und nach wie vor sehe, sind One Night Stands oder auch More Night Stands^^ Also ein Miteinander, in dem es nahezu ausschließlich um Sex geht. Sex ist toll… ich liebe Sex… gefühlt könnte ich manchmal ganze Tage durchvögeln, aber das hat natürlich nichts mit der Realität zu tun… 😀 Irgendwann tuts halt auch mal weh^^ Spaß beiseite. So sehr ich Sex auch mag, so sehr geht es mir eigentlich viel mehr um Nähe. Um körperliche Nähe, ums Kuscheln, um sanfte Zärtlichkeiten, die einfach nur gut tun.

„Kuscheln ist wie reparieren“

Den Satz habe ich das erste Mal vor einer halben Ewigkeit in einem dieser facebook-Bildchen gelesen, wo es um Mutter und Kind ging und ich dachte mir: „Das stimmt eigentlich total… auch für Erwachsene“. Nun ist aber das platonische Kuscheln in unserer Gesellschaft nicht unbedingt die Normalität, vor allem nicht zwischen Mann und Frau.

Und in diesem Moment hat FreundschaftPlus für mich das erste Mal wirklich Sinn ergeben, da ich – um mit einer Frau Sex zu haben – die Frau so oder so echt sympathisch finden muss. Wenn ich einen Menschen aber sympathisch finde, also auch irgendwie meine Freizeit mit ihr verbringe, eine körperliche Anziehung vorhanden ist und gleichzeitig eine klassische Beziehung, z.B. aufgrund von unterschiedlichen Lebenszielen, nicht infrage kommt, ist dies quasi automatisch sowas wie FreundschaftPlus – sofern du diese Nähe auch zulässt.

FreundschaftPlus – körperliche Nähe und trotzdem keine Beziehung

Manchmal fühlen wir uns einfach zu einem Menschen hingezogen. Das muss natürlich nicht immer körperlich sein. Aber wenn das der Fall ist, laufen bei den meisten von uns bestimmte Fragestellungen ab. Und die dienen nicht nur immer uns selbst, sondern zu oft auch „den anderen“ da draußen, der Gesellschaft, dem Umfeld, etc.

Kommt die Person für mich für eine Beziehung infrage?

  • Ja, okay… dann herantasten, ob das Gegenüber genauso fühlt.
  • Nein, auch gut. Ist denn sonst eine Anziehung da?
    • Als Frau „musst“ du dir in dieser Gesellschaft leider Gedanken darum machen, ob man dich potentiell als Schlampe abstempelt oder nicht.
    • Als Mann ist es – genauso leider – relativ wurscht. Du wirst komischerweise eher noch „gefeiert“, beglückwünscht…

Daraus entstehen jeweils natürlich die Fragen:

Kann ich das? Will ich das!?

Sicherlich gibt es noch viele Fragestellungen mehr, doch das hier soll auch nur symbolisieren, dass wir uns oft viel zu viele Gedanken darum machen, was andere denken und meinen könnten – meist auch ohne wirklich zu verstehen. Wichtig ist am Ende aber nur, ob beide daran Beteiligten sich ihrer Selbst bewusst sind und beide wissen, was beim Anderen los ist. Ehrlichkeit, Fairness!

FreundschaftPlus – eben Freundschaft, plus körperliche Nähe

Das wirklich Schöne an echter FreundschaftPlus ist tatsächlich, dass die Basis nicht nur Sex und körperliche Nähe ist, sondern der Mensch! Freundschaft! Der Sex, usw. ist eben nur ein Sahnehäubchen, das mal häufiger und mal seltener das Miteinander begleitet.

Soweit keine tieferen Gefühle entstehen, ist das Miteinander zunächst einmal total harmlos. Man verbringt Zeit miteinander, genießt diese und lebt eben sein Leben. Wenns zeitlich passt, passt es und wenn nicht, dann nicht. Die fehlende Verpflichtung – wovon im Übrigen auch JEDE „normale“ Freundschaft wirklich lebt – trägt dazu bei, dass man unheimlich entspannt miteinander umgehen kann. Es gibt keine Ansprüche, es gibt nur Absprachen! Es gibt keine Forderungen, sondern nur Geschenke!

Kommunikation ist das A und O!

Wie bei jeder Form von Beziehung ist gerade hier die Kommunikation das absolute A und O! Vor allem wenn sich Wünsche und Situationen verändern, ist es in einer FreundschaftPlus natürlich ansich einfacher Dinge offen auszusprechen, weil die Verlustangst gar nicht so stark vorhanden ist. Zumindest ist es anders, wenn man sich mit Haut und Haaren und tiefer Liebe auf eine Beziehung eingelassen hat!

Wer beginnt Dinge auszusprechen, die Potenzial haben dem Gegenüber nicht zu schmecken, der rückt in eine neue Freiheit und eine neue Verletzlichkeit. Und genau davor haben so viele Menschen unendlich Angst. Angst davor verletzt zu werden oder auch selbst zu verletzen. Aus Vorsicht werden Probleme, Wünsche, Kleinigkeiten nicht ausgesprochen, sammeln sich an und führen viel zu oft angestaut zu einem Ausbruch, wo plötzlich Themen auf den Tisch kommen, die der Partner vorher teils nicht einmal geahnt hat.

FreundschaftPlus – Vorbereitung für eine tiefgreifende Beziehung?

Aufgrund eigener, aktiver Erfahrung hatte ich schon länger überlegt, ob und wie ich einen Artikel über dieses Thema schreibe und wurde dann am vergangenen Sonntag durch einen Podcast von der lieben Kathi Lena inspiriert: „FreundschaftPlus als Vorbereitung für eine gute Beziehung?!“

Heute weiß ich, dass FreundschaftPlus auf seine ganz eigene Art eine richtig bereichernde Beziehungsform sein kann, wenn man sich tatsächlich auf direkte, ehrliche und respektvolle Kommunikation einlässt!

Meine eigene besondere FreundschaftPlus als Inspiration für andere

Nach meiner intensiven Liebe-Loslassen-Geschichte Anfang dieses Jahres, lernte ich Anfang Juni eine Frau kennen, die quasi zur Begegnung der dritten Art für mich werden sollte. Wir begegneten uns über die Unternehmungslustigen in einem Café und gingen später noch mit mehreren Leuten zusammen tanzen. Am ersten Abend brachen wir etwas unkonventionell auf der Tanzfläche das Eis, indem wir uns kurioserweise übers Schwitzen unterhalten haben. 😀

Die nächsten Tage haben wir uns fast täglich gesehen, weil es sich irgendwie immer ergeben hat und am 4. Abend gab es einen ersten Kuss. In den ersten zwei Wochen waren wir hin- und hergerissen, weil wir beide diese Anziehung spürten, uns aber beiden ziemlich direkt klar war, dass wir weder besonders gut zusammenpassen würden, noch dass wir uns besonders attraktiv fanden. Einzig unsere Kommunikation war echt genial!

„Sorry, ich spüre auch diese totale Anziehung zwischen uns… Aber wenn ich ehrlich sein darf: Ich stehe null auf dich! Ich finde dich nicht einmal attraktiv!“ sagte sie wortähnlich zu mir.

Bäääämmmm…. der hatte gesessen! Aber ich musste zugeben: Mir ging es genauso, auch wenn ich erstmal schlucken musste. Und irgendwie war ich dankbar für diese, zugegeben, krasse Ehrlichkeit!

Ehrlichkeit kann brutal, aber auch heilend sein!

Die Anziehung war da und einer der größten Ängste, wenn man plötzlich die Chance auf nettes Miteinander wittert, war direkt geklärt. Jetzt konnte eigentlich nichts Schlimmes mehr passieren. Doch weit gefehlt. Irgendwie haben wir beide gespürt, dass wir viel Potential darin haben werden, uns gegenseitig intensivst zu triggern, wenn wir uns beide auf dieses Spiel einlassen würden.

Es ergab sich an einem der langen Quatschabende, dass sie bei mir geschlafen hat… naja, nicht nur bei. Irgendwie ist auch „mit“ entstanden. Und nach mehreren solcher Abende kam es, wie es kommen musste: Die Trigger entstanden tatsächlich und ihr wurde es für so ein lockeres Miteinander zu anstrengend. Mir eigentlich auch, weshalb ich sie gut verstehen konnte. Gleichzeitig war ich ein wenig traurig, weil ich in diesem Triggerpotential echte Heilungschancen für mich, aber auch für uns jeweils gesehen habe.

Die Freiheit zu gehen

Gerade Beziehungen fühlen sich für viele manchmal wie Gefängnisse an. Du kannst zwar jederzeit gehen, aber dann ist die Liebe zumeist auch futsch. Das Vertrauen ist fix hinüber, weil wir es nur allzu oft daran knüpfen, dass sich der Partner eben so verhält, wie wir das von ihm / ihr erwarten! Das hat genau genommen aber nichts mit Liebe und nichts mit Vertrauen zu tun, denn beides ist vom Naturellen her bedingungslos! <3 Entweder ich LIEBE oder ich liebe nicht.

Ich bat sie daher, dass wir ein Weilchen erstmal keinen Kontakt mehr haben, damit ich das für mich wieder in neutralere Bahnen lenken kann. Sie ließ mich gehen und ich sie. Nach einem kurzen, ungeplanten Ausflug zurück zu meiner vergangenen Liebe, die sich indirekt wieder bei mir gemeldet hatte, ergab sich mit ein paar Wochen weiterem Versatz wieder neue Begegnungen. Diesmal wirklich rein freundschaftlich. Ich hatte das Thema FreundschaftPlus beiseite gelegt und war offen darin ihr völlig entspannt zu begegnen. Wir hatten tolle Treffen mit Bekannten und Freunden und auch wieder zu zweit, aber es lief nichts mehr zwischen uns. Das Bedürfnis war auch nicht da. Wir fanden uns ja nichtmal attraktiv. 😀 Umso einfacher machte es die Sache.

Nach mehreren Wochen entstanden jedoch zu unserer eigenen Verwunderung, durch einfaches Kuscheln auf dem Sofa, doch wieder Zärtlichkeiten und Sex. Nicht jedes Mal, sondern einfach dann, wenn es eben grad so sein soll – fast wie in einer Beziehung.

Reden über Sex, über Gefühle, über Wünsche

Und dann begann auch dabei eine Form von Unterhaltung, die für mich zwar nicht ungewöhnlich war, aber bei aller Technik und Beschreibungen trotzdem nicht zum Spaßabbruch führte. Und selbst wenn das mal der Fall war, war es trotzdem entspannt. Es kann eben jeder so sein, wie er ist… Wünsche äußern und auch Negatives ansprechen, ohne dass das Gegenüber sofort mit dem Arsch rum ist. Wir sind uns unserer Kommunikation sehr bewusst und sehen vom Ego und Emotionalen her die Vorteile, die jeweils darin versteckt sind. Auch hier ist das Ergebnis immer mehr ein Loslassen, das durch die Vorarbeit immer einfacher wird.

Die Erkenntnis

Meine Erkenntnis ist vor allem, dass die nahezu fehlende Verlustangst und auch die fehlenden, tiefen Emotionen dazu führen, dass wir uns trauen Dinge auszusprechen, die wir mit Verlustangst eher für uns behalten würden. Wir begegnen uns mit einer Leichtigkeit, weil es keine ewigen Zweifel gibt. Es gibt nichts, wovor wir Angst haben müssten. Und wir vertrauen einander, weil die Basis eben kein Sex, sondern eine Freundschaft ist!

Neulich ist zwischen uns eine Frage aufgekommen: „Was wäre eigentlich, wenn wir jetzt einem neuen, potentiellen Partner begegnen würden!?“ Unsere Antworten waren sehr ähnlich: „Ich würd mich tierisch für dich freuen!“ Ob und wie man das dann dem neuen Partner jeweils klarmachen würde und ob wir uns einander vorstellen würden… das bleibt wohl abzuwarten. Die Theorie ist simpel, die Praxis so oder so eine Herausforderung!

Zugegeben…

ein bisschen schräg ist die Vorstellung schon. Aber andererseits passt zu mir, zu uns, auch inzwischen kein Partner mehr, der nicht reflektiert differenzieren kann und bereit ist in Offenheit und Ehrlichkeit zu vertrauen. Natürlich gäbe es dann keinen Sex mehr zwischen uns. Aber was solls!? Es war (ist) eine tolle Erfahrung, die mich unglaublich bereichert hat und mich definitiv für die Herausforderungen einer tiefgreifenden Beziehung vorangebracht hat! Auf verschiedensten Ebenen!

Unabhängig davon ist diese Form von Miteinander natürlich nicht für jeden etwas. Das sollte man sich gut überlegen, wobei ich vor einiger Zeit auch behauptet hätte, dass ich mich auf so ein Konstrukt nicht einlassen würde. Sag niemals nie…

Jede Beziehung hat ihre eigenen Herausforderungen. Wichtig ist, dass wir sie erkennen und unseren Spiegel im Partner nicht zu dessen Problem (bzw. ihn / sie dafür verantwortlich) machen! Um das hinzubekommen, ist die Kommunikation eine absolut wichtige Basis. Und die Wichtigste ist aus meiner Sicht, dass du dich selbst liebst und respektierst!

Freuen und genießen wir die große Liebe, wenn sie den Weg zu uns findet… denn was gibt es Schöneres!? Und wenn sie es noch nicht war, war sie vermutlich dennoch ein Lehrmeister für dich! Erkennst du de(ine)n Sinn des Erlebten!?

 

Erzähl mir gern in den Kommentaren von deinen Erlebnissen rund um FreundschaftPlus. 🙂

2 Kommentare

  1. Hallo Patrick, danke für den tollen langen Artikel. Es beeindruckt mich, wie reflektiert Ihr mit Eurer Situation umgeht. Umso mehr hat mich dann der Satz erstaunt: wenn Ihr neue Partner hättet, wäre es natürlich vorbei mit den benefits. Ist das wirklich so unumstößlich?

    Ganz liebe Grüße und komm gut ins neue Jahr!

    Lotta

    • Patrick Schröder
      Patrick Schröder

      29. Dezember 2017 at 15:21

      Hey Lotta,

      natürlich sollte man niemals nie im Leben sagen. Und dennoch kann ich mir aktuell noch keine „offene“ Beziehung vorstellen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich früher einen vollkommen anderen Blickwinkel auf dieses Thema gehabt habe… unter anderem deswegen, weil ich mich – aufgrund eigener Selbstbewusstseinsthemen – nicht auf einer Ebene gefühlt hätte. Ich habe mich als so unattraktiv empfunden (und immer sehr attraktive Partnerinnen gehabt), dass diese Freiheit einer offenen Beziehung dann nur meiner Partnerin zu Gute kommen würde und ich wohl benachteiligt wäre.

      Ein anderer, aber viel wesentlicherer Faktor ist mit Sicherheit die innere Bindung von Liebe an körperliche Wünsche und Bedürfnisse. Das Thema Beziehung betrachte ich heute schon deutlich anders und mit einer ganz anderen Freiwilligkeit / Entscheidungsfreiheit, als das früher der Fall war. Da war ich definitiv deutlich liebesbedürftiger, um nicht zu sagen liebessüchtig, weil mir Liebe zeitlebens oft gefehlt hat.
      Insgesamt ist das aber auch psychologisch ein interessantes Thema, weil man sowohl offene, als auch reine Zweier-Beziehungen aus unterschiedlichsten Gründen so forcieren kann. Will ich Treue, weil ich das innere Bedürfnis habe oder eigentlich nur, weil es die Gesellschaft so verlangt bzw. oder auch weil ich indirekt versuche meinen Partner zu binden und ihm nur möglichst wenig freiwillige Entscheidung zugestehe!? Will ich eine offene Beziehung, weil ich mich eigentlich davpr bewahren möchte, mich mit tiefer Bindung auseinanderzusetzen, oder will ich das bewusst, um meinem Partner die Freiheit zu schenken, ALLE Gefühle ehrlich ohne Verstecken und Zurückhaltung ausleben zu können!?

      Ich denke, dass Beziehung langfristig eh nur angenehm funktioniert, wenn man sich dieser Optionen und der Psychologie seiner Entscheidungen bewusst ist und beide Seiten sich bewusst und freiwillig, beständig hinterfragen „Will ich das, was ich gerade habe, wirklich!?“ Und diese Ehrlichkeit zu sich selbst macht vermutlich vielen Menschen Angst. Das Risiko verletzt zu werden oder sich selbst zu verletzen ist immens. Die Bewusstheit relativiert aber vieles, wenn man imstande ist offen und ratzekahl ehrlich miteinander zu kommunizieren!

      Die teils sehr triggernden Empfindungen, die diese Ehrlichkeit schnell mit sich bringen kann, hatten wir grad die letzten 2 Tage wieder. Und ich staune nach wie vor über uns beide, wie wir die Situation miteinander in Offenheit gemeistert haben.

      Danke für deinen Kommentar!

      LG Patrick

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